228, Die Welt ist alles, was konkret ist – nach Marx, für Regina (28.3.2024)

„Das Konkrete ist konkret, weil es die Zusammenfassung vieler Bestimmungen ist, also Einheit des Mannigfaltigen. Im Denken erscheint es daher als Prozeß der Zusammenfassung, als Resultat, nicht als Ausgangspunkt, obgleich es der wirkliche Ausgangspunkt und daher auch der Ausgangspunkt der Anschauung und der Vorstellung ist.“1Karl Marx, in: Zur Kritik der politischen Ökonomie, MEW Band 13, Dietz Verlag Berlin 1985, 10. Auflage 1985, Seite 632
In der Durchdringung der Spiegel wird das Konkrete kristallisiert: Die Dinge erscheinen in einer Fläche zusammengefasst. Die anwesende Reproduktion des Konkreten (die wimmelnden Gegenstände im spiegelnden Angesicht), was heißt: da ist ein Ereignis – ein Spiegelbild – und ein Blick in es hinein, eine beobachtende Position: zugleich kann sie nicht alles sehen, sie ist im unübersichtlichen Kanal des Wirklichen verfangen. Aufklärung – oder besser formuliert: die Differenzierung des Beobachteten, ist die Entdeckung von Mannigfaltigkeiten, ist die beobachtende Verfolgung der noch unentdeckten, noch nicht sofort erfassten simultanen gegenständlichen Bestimmungen. Konkret werden Dinge, Ereignisse, Tatsachen, wenn sie Bedeutung erhalten, wenn also die Mannigfaltigkeiten unter kategoriale Funktionen zusammengefasst werden. Auch wenn das Konkrete wie Marx sagt, „der wirkliche Ausgangspunkt“ der Anschauung und Vorstellung ist, hat es doch seine geschichtliche Herkunft: Das Konkrete in der Anschauung ist Resultat wie Ausgangspunkt der Vorstellung für neue Resultate: je nach Ausgangsunkt – Kontext – neu gemixt für andere Zusammenfassungen: Theorien.
Konkreta sind Spur und Vorstellungszweck in Einem, eine Einheit eben. Jenseits der konkreten Spuren – gemachten Erfahrungen – werden Theorien gebildet als Inhaltsversprechen eines zukünftigen Konkreten. Was als Konkretes erwartet wird, aber noch nicht sinnlich eingeholt werden konnte – als konkretes Ereignis – wird als theoretischer Platzhalter für vorher determinierte Resultate eingesetzt, um die daraus umzäunten Resultate (wieder) zu erhalten.
Die Theorien, Kopfgeburten, Vorstellungen (übers Leben usw.) konkurrieren mit ihren bedachten Tatsachen, mit dem, was konkret in der Vorhersehung der Fall sein soll. Es wuchern die Theorien – Vorstellungen – und nicht ihre Fälle. Dass die Theorien, Annahmen, die Vorhersehungen so ins Kraut wachsen, hängt vielleicht damit zusammen, dass sie ihrer Fälle nicht habhaft werden oder, dass sich die theoretisch umkreisten Tatsachen nicht so verhalten, wie sie es zu ihrer theoretischen Befestigung brauchen.