# 54 / 12.10.2013

Warum? Weil! Schwierig. Mir fiel es nicht leicht. Die Konventionen sind es auch nicht. Stur, trotzig (gegen die Zukunft) habe ich mich, mein Werk geformt. Egal: Ich bin so großartig, dass es eine Frage der Zeit ist. Dass die Zeit mehr Zeit hat als ich, geschenkt. Dieser Icho-Saurier ist ausgestorben. Es ist kein Platz mehr für ihn da. Jetzt stehe ich also vor dem Schrott meines Werks, meiner Zeit: abgelaufen. Noch verteidige ich meine Herz-Kammer mit einigen Tricks und Drinks. Künstler-Sein gehört dazu. Das wußte schon Cypher als er wieder in die Matrix wollte. Mein erster Life-Kontakt mit Kunst war während meiner Armeezeit. 1986 sah ich Duchamps Urinal zum ersten Mal und meistens von Innen: Mit Rasierklinge während der Strafdienste als Soldat. Die künstlerische Überhöhung meiner Ich-Welt brauchte ich zum überleben. Auf mich war Verlass, die anderen ließ ich nicht mehr ran. Vertrauen war tödlich, Mißbrauch gewöhnlich. Ich konnte das jahrelang nicht abstreifen (kaue heute noch daran).

Die Haltestelle,
Wo aus Insassen
Panzer werden,
Aus Worten
Gefängniszellen,
War noch da,
Aber kein Zug mehr
Fuhr irgendwohin.

Es ist nicht zu ändern, auch wenn es mir manchmal eine Träne füllt. Ich bin zur Kunst gekommen, um mich zu retten: dem Eindruck einen Ausdruck geben können: lebend. Aber ich war nicht bereit für mein Leben. Mit dem Rücken zur Wand/ die Zukunft hieß/ stehe ich vor Trümmern. Puzzel für meine Bilder. Es gilt, den U-Bahnschacht zu finden, der mich zur Geld-Arbeit fährt ecetera ecetera
(Das ist natürlich nicht alles.)

 

 

 

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