196, Liebe Denken Körper Krank

Der Liebende intrigiert gegen sein Ego – eine Gegenarbeit des bedürftigen Geistes gegen sein Aufhören: im Strudel seines Körpers, hechelnder Hormone. Der liebende Mensch im Banne seines Neuentwurfs, um sich so zu zeigen, wie er erwartet werden möchte, im Banne seiner Erziehungsmaßnahme gegen den auf sich selbst gerichteten Egoismus, um die Möglichkeit der Selbstannahme durch die Liebe des anderen nicht zu riskieren.
Mit sich nur allein, wohin mit dem begehrenden Diskurs, keine Tiefe ohne Dunkelheit, kaum Erkenntnis nur Lust, kein Heil.1vgl. Roland Barthes, in: Fragmente einer Sprache der Liebe, Suhrkamp Taschenbuch 1586, Seite 15 Die großen imaginären Fluten, bunte Straußenfedern werden zum kulturellen Ausgleich weiterverarbeitet, den liebenden Revolutionären abgesogen, um der nicht stattgefundenen Versöhnung willen.2vgl. Roland Barthes, in: Fragmente einer Sprache der Liebe, Suhrkamp Taschenbuch 1586, Seite 20

Die Teilnahme am eigenen Begehren ist Gerüst wie Rüstung. Das dauernde, Einsinken in die Schöße dieser Welt, in die Schrift, in die mit Öl gefesselten Figuren einer Leinwandwanderung geschleppt, ist der ungesponnene Kokon meiner Larve. Jede Zeile bezeugt das Sinken, die Verhinderung; nichts endigt und doch strömt es in Farbe, in Berührungen Terpentin gekränkt aus. Vergraben in Betten im Pakt mit dem Kissen der Evolution über Ejakulate am Oevre zu lachen.

Die Triebhaften können an die Sublimierungsleine genommen werden: Schmiert für uns die Tafeln an, füllt die weißen Räume!

 

 

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