292, Begreifen im Begriff

Die Aufhebung des wahrgenommenen Gegenstandes zum Begriffenen, oft zuerst in einer Manier annähernder Begrifflichkeit, die an vorhandene Implikationen in der gewohnten Sprachmenge anknüpft, kommt einer modellhaften Verfestigung gleich.

Das Unfertige der Begriffsbildung, der sprachlichen Bezeichnung als eine annähernde Unabgeschlossenheit zum Gegenstand. Es gilt die Erfahrungsschleifen aufzubrechen, das festbegriffene Subjekt wieder zur Verhandlung mit der fluiden Wirklichkeit zu bewegen.

Die Gegenstände – auch hier ihrer puren Begreiflichkeit durch Begrifflichkeit entrissen, verlieren an Schärfe, an Kontur, aber gewinnen ihre unterstellte Bestimmtheit durch den sie bestimmenden Begriff.

 

 

 

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