240, kritische Kritik – als Selbstzerstörung

Kritik ist Waffe: gegen sich, den selbstkritischen Kritiker gewendet. Das zweifelnde Selbst bewaffnet sich mit Selbst-Kritik? Ohne die Möglichkeit, die Kritik gegen sich selbst kritisieren zu können. Selbstkritik als Selbstbewaffnung. Das Ich als Patronenlager für selbstische Ziele? Sich selbst, den eigenen Körper, zu kolonisieren mit frei geschossenen körperlichen Gebieten? Entweder einfach schlafen,1wie Dercon es im Monopol-Magazin beschreibt: im Interview zu Sailstorfers Kunst-Aktion „Pulheim gräbt“, 28.08.2014 oder Monopol, Ausgabe 15, 2010 sich nicht beteiligen oder Schläfer sein: in der Erwartung steter Bereitschaft zum Kampf, zum Aufruf. Touristisch, terroristisch oder künstlerisch?

Baader: „zu sein… ist dauernd zu werden.“
Die Ungespaltenen werden in Anstalten vom gesellschaftlichen Feld getrennt.

Enslin: „Entweder du vernichtest dich [selbst], oder du vernichtest andere, entweder tot oder egoist.“
Der imperialistische Egoismus braucht das menschliche Ich auf. Im Widerspruch verreckt.

Krabbe: „Nicht wir oder sie, sondern ich.“
Begreifen des Bruchs oder selbstischen Zusammenbruchs.

Meinhof: „Umwälzungen finden in Sackgassen statt.“