In naher Zeit werden Nationen sich auflösen und sich Datenbesitztümer, Datenräume als geopolitische Einheiten bilden, sobald sie als Transformationsmaschinen von marktbestimmenden Interessenlagen konfirmieren: als datenbasierte Interessenkonglomerate. Die Nation der Baumwollpflücker, der Gebärenden, Produktbesessenen… ständig sich zusammensetzende Mengen von Informationsbesitzern werden in diesem Krieg um den friedlichen Verkauf von Objekten oder Informationen über Objekte, Informationen, Personen sich streiten. Die entsorgten – künstlichen – Intelligenzen träumen von der permanenten Umwandlung des Individuums in funktionale Organisationsformen, in Codeschnipseln von Mitgliedern, Verbrauchern, Lobbyisten, schließlich in Informationszustände über Objektwünsche: Ein Traum ist im Gang, der nie wieder aufhört.
Gemeinsame Interessen zwischen Personen sind das Ergebnis gesellschaftlicher Arbeit – das bedeutet: vor allem Funktionalisierung der Interessen in der Arbeitsteilung, also Ausdifferenzierung zu operativen Einheiten/ Funktionen, zu Subjektformen von Arbeitsverhältnissen. Die Bildung von gemeinsamen Interessen und deren Strukturierung erfolgt gemäß der Stellung im Produktionsprozess, gemäß der funktionellen Zwangslage in ihm. Der stete Umbau gesellschaftlicher Funktionsebenen (soziale und wirtschaftliche Einheiten) ist ambivalent: der Umbau ist Folge und Bedingung sozialer Systeme. Er ist Produkt der funktionalen Entwicklung sozialer Praxis, auf die er zugleich hinwirkt. Wenn man den Umbau umgestalten will, die Veränderung verändern will, bedarf es systemübergreifender Anstrengung. Die Revolution der Revolution macht vor dem eigenen Körper nicht Halt. Der Widerstand muss mit seinem Gegner, Gegenstand das eigene Geäst mit überwinden; den Ast auf dem gesessen. Der Kämpfer überwindet im gelungenen Kampf den Gegner und verliert ihn, und damit den Grund seiner bisherigen Position.
Ein Schiff mit tausenden Büchern – welches bestimmt den Kurs?
Moral: Eine Gebärde abstrakter Menschlichkeit, gerade wenn sie nur als Handlungsanweisung verstanden wird, hofft man darauf, dass die ihr zugrunde liegende Anweisung für den Angewiesenen menschlich gesinnt ist: Tue das! Tue das nicht! – wird befolgt im Vertrauen, das es allgemein auch gültig ist. All die Imperative, die viele Kinder schon zeitig hören: „Sei artig, bessere dich…“ (ohne zu verstehen) – filtriert die menschliche Beteiligung an Entscheidungszusammenhängen erst heraus, konfrontiert das Subjekt, fordert es zu Handlungs- bzw. Verhaltensentscheidungen –, zwingt das noch schüchtern solitäre Individuum zu präventivem Verhalten, gemäß der ihm gesetzten normativen Struktur einer disziplinierenden Moral zu leben, um sich einzuordnen. Schuldhaft empfundene Bewegungen entstehen an dieser Reibefläche, wenn für das einzelne Subjekt der eigene Lebensbezug darin beschnitten wird oder der normative Kontext vom Subjekt nicht – aus Lebenslagen oder mangelnden Einverständnis heraus – internalisiert werden kann. Auseinandersetzungen, wenn auch im Widerspruch, zeugen vom gelungenen Kontakt der normativ sozialisierenden Gesellschaft mit ihren einzelnen Subjekten. Die soziale Erzeugung von Defiziten am einzelnen Subjekt durch gesellschaftlich eingeforderte Bringepflichten/ Disziplinierungen – also die regulierende Verweigerung von spontanen wie lustorientierten Objektbesetzungen – treibt es desto psychisch tiefer ins gesellschaftliche Labyrinth normativ gesetzter Bestimmungen im Kontext moralischer Forderungen. Das BGB ist ein wortreicher Widerspruch zu den tatsächlich dem Menschen abverlangten Erfahrungen. Der Bürger soll Wort-nehmen, aber ist von seiner Lebens-Sprache abgeschnitten. In der Überwindung des Wassermangels streckt sich die Wurzel tiefer: Du kannst ein freier Mensch sein, aber allgemein definierte Freiheit deckt sich nicht mit konkreten moralischen Umständen subjektiver Freiheitsbedürfnisse. Das Betreten der gesellschaftlich normierten Felder vermittelt den Anwesenden einen Platz in der Recht schaffenden Geisterbahn komplexer Lichtverhältnisse.
Moral ist ein Versteck für besonders leidenschaftliche Erfahrungsjunkies oder Terroristen. Im Terror individualisiert sich das Individuum zu Ende – es folgt einer vergötterten Wahrheit als Moral. Es ist nicht trivial, Moral bei sich selbst zu lassen und menschlich, d.h., moralisch zu handeln. Vielleicht besteht die höchste Stufe von Moral darin, Verantwortung für das eigenen Handeln zu übernehmen.
Hinter postulierter Wahrheit verstecken sich Schützengräben millionenfacher Inkonsequenz, Massenmorde. Da wurde die eigene Verantwortung zielführend einer ordnenden Wahrheit übergeben, wie Napalm über Wälder gegossen. Sich selbst als Verursacher und Beteiligter von kommunikativen Situationen – Handlungen – zu erachten, ist der ethische Imperativ.
Beziehungsstrukturen, in denen sich unterirdisch aufgehobene Erwartungen, verzögerte Hoffnungen, gestaute Niederlagen sammeln, worin das Selbst seine Besonderheit aufgab und seinen Autonomieanspruch verlor, wegschleuderte aus dem Mangel an sich selber oder dem Druck gegen sich, münden in Abhängigkeit zu einem oder vielen Anderen. Dieser „Mangel am individuellen Sein“ ist aufgehoben in der sozialisierenden Macht angenommener Wünsche und Erwartungen normativer sozialer Situationen, die das Selbst um sich – geprägt eben von diesen angenommenen Normativen – spinnt. Dies verspricht der einzelnen wie sozialisierten Person ein sozial vorteilhaftes Überleben – nur muss daran festgehalten werden: Solipsistisch. Das einzelne Selbst tritt hinter sich zurück zugunsten einer kollektiven Narration gemeinsamer Interessen, damit jedoch schultert es auch die Schuld unerfüllter Erwartungen, die es an sich gestellt oder einem Kollektiv (Gruppe, Familie, Beziehung) übergab – die Schuld, alles andere eben diesen Interessen zu opfern. Nach den je einzelnen Verlusten unter dem Druck der Existenz oder in schon bestehenden Konflikten mit Beziehungen bzw. mit kollektiven Strukturen, in denen Machtpräpositionen mit jeweils anderen Interessen gefochten werden, gibt das Selbst sein Ich heraus und löst es in eine neue Kontinuität ein, worin seine Individualität in Funktionen versachlicht wird. Es stimmt in den Chor ein, um nicht gänzlich stumm zu bleiben. Solo deo gloria.
Und das ist nicht das Schuldbewusstsein des Kollektivs, der Allgemeinheit oder sonst was, nicht das „allgemeine“ Schuldbewusstsein gegen jene sich in allem verkörpernde, jähzornig einander vorgetragene Mitwisser- und Täterschaft, sondern es ist das persönliche Eingeständnis, genau solche Struktur von Beziehungen – Liebesbeziehungen wie auch Beziehungen in Arbeitsverhältnissen – das Kollektiv, den Verbund als Versicherung der eigenen Existenz zu brauchen und: zu beanspruchen. Das Bekenntnis zum eigenen Schuldvermögen jenseits eines kollektiven Verstecks ist die Steuer des Ichs auf seine Individualität. Dieses Bekenntnis verbürgt das Anrecht auf seine Zukunft.
Das ringende Vergewissern, mit den Anderen (im Arbeitsverhältnis, im politischen Kollektiv, in best. gesellschaftlichen Communities) zu sein, verschärft sich zur problematischen Selbstselektion des Überlebenswilligen durch „Selbstverpflichtung“ gegen sein Selbst – Pflicht als Ausdruck der Resignation statt Intention. Eine Art Selbst-Konspiration für das intellektuelle Entweichen vor der selbstischen Niederlage. Die Übernahme anderer, sich allgemein gebender Interessen auf sich selbst wird Instrument der Selbst-Beherrschung. Die an sich selbst vorgenommen und vorauseilend angenommenen Ansprüche der Selbstbeherrschung (als Implikationen sozialer Kommunikation, als Übernahme technokratischer Lebenstechniken) sind ein schützendes, weil übersichtlich eingezäuntes Feld, in das das Selbst sich der affirmierten Logik des Beherrschtwerdens überantworten kann. So macht man sich gemein. Mit kühlem Verstande.
Es gibt diese merkwürdige Sorge, dass jemand etwas anderes macht als der sich Sorgende und dass der andere es macht ohne den Sorgenden – sich also seiner Kontrolle entzieht: Wie ist es gemeint, wenn dauernd die sorgende Person um Verständnis des Sich-Sorgens zittert ebenso wie die, der die Sorge gilt? Wann kommst du, wann gehst du, wohin? Ich möchte, dass dir Nichts passiert. Diese vorgebliche Sorge formuliert Schutzbehauptungen, unter denen eine Kontrolle des anderen stattfindet. Die Empathie überspringt den anderen Körper, indem er auf den eigenen abgestillt wird. Empathie als Abgrenzungsgebaren im hierarchisch geprägten Feld. Ich benutze deine Gefahr als mein stolzes Leiden.
Die Sorgenden können nicht bei sich bleiben und binden den Anderen mit ihrer Sorge an sich. Die erwartete Sorge der anderen löst im umsorgten Subjekt selbst vorauseilende – die äußerlichen Intentionen erfüllenden – Besorgungen gegen die es Umsorgenden aus. Das versorgt den Sorgenden mit Zweifel. Die kollektiv (oder auch familiär) ausgelöste und eingefleischte Präsenz der Sorge im Bewusstsein des jeweiligen Subjekts erfüllt und erzeugt als Kontrollinstanz ihren Sog auf die Betroffenen. Im Ausweichen, im Schutz vor ihrem Raster wird dem Sorgenden kein Anlass gegeben, das besorgte Subjekt unterwirft sich dem sorgenden. Die angenommene Sorgenmasse, das Erwartungsfeld der Sorge, bedingt Erwartung und ist Verpflichtung. Grob gezeichnet entsteht eine Verpflichtung gegenüber dem sich Sorgenden: Aus der Sorge wird Erwartung zu erwartbaren Handeln gestrickt bis sie als eigene Verpflichtung zur Schlinge um den Hals wird. Der Be-Sorgte besorgt die erwünschte Rückkopplung für den Sorgenden. Es ist klar, dass die auf eine Person projizierte Erfüllung von Erwartungen (als kontrollierende Sorge) nur von ihr angenommen, nur sie sich der angezeigten neu entstehenden bzw. vorhandenen Bindung unterstellen kann, weil sie sich damit sozial aufgehoben wähnt (= soziales Vertrauen als vertrauen auf den Schutz) – oder sich damit auf diese Weise im konstituierenden sozialen Umfeld Marken seiner Orientierung und Einbindung schafft. Verlust von Autonomie zugunsten einer stabilen Abhängigkeit innerhalb einer Beziehung (Familie, Arbeitskollektiv, Verein).
Im bürgerlichen Zustand weicht die Individualität ihrem Spiegel aus. Individualität reduziert auf den Anspruch an die Welt, nicht erschlagen zu werden und übrig zu bleiben, möglichst fit. Im goldenen Sarg. Aber man bildet sich ein, sich durch ein individuelles Auto repräsentieren zu können – in Wirklichkeit das 3. Millionste seiner Serie. Und dennoch gibt man privat nichts auf andere Meinungen – und ist doch damit so allgemein. Natürlich ist das Besondre des 50000 Mark-Autos nur die Verkörperung seines besondren Tauschwerts, d. h. es ist „ein Allgemeines, worin alle Individualität, Eigenheit negiert und ausgelöscht ist.“
Die anderen sind für das privatisierte, abgedrängte Ego nur insofern notwendig, wenn dieses Ego seine privaten Interessen gegen deren gleichgültigen Interessen durchsetzen kann. Das Ich ist für euch, wie ihr fürs Ich seid: Nichts. Die anderen egoistischen, „privat“ handelnden Subjekte sind für das einzelne Subjekt notwendig, soweit es seine privaten Egoismen gegen diese – also mit ihnen – durchsetzen kann. Das einzelne bürgerliche Subjekt ist für die Anderen das, was die Anderen für das einzelne Subjekt sind. Jeder ein Verlust des anderen Anderen. Zerstörerische Monaden. Ein Schiff mit 1000 Robinsonaden löscht Freitag aus. Tagtäglich.

Und der ganze Verdruss am Mittagstisch: Im Smalltalk die Hinrichtung der Anderen via TV qua eigener Verdrängung, in Wellen versenkt. Der Einzelne, der Gebeutelte lässt sich durch die Anderen ausbluten, an der Nähmaschine, im Container, in der Sendung. Alles im Programm. Menschliche Schwäche hat Erlaubnis im Konsumfieber – ein Ausdruck übermächtiger Lebenslagen. Die Produktion psychotischer Verhältnisse zeigt sich vielfältig: als soziale Dysfunktion entsprungen aus Mietnot bis Hungersnot, in Werkhallen, in gestressten Vertriebsbüros, in Deformierungen der Chefsessel dann der Wirbelsäulen als Haltungsschaden. Der auszubadende Kampf gegen die Bedingungen dieser Verhältnisse findet privat, familiär statt – Therapieplätze sind rar. Die Schlacht wird nicht gefochten, wo sie produziert wird. Es ist alles ver-rückt. Es bleibt, das eigene Leben einzurichten.
Die Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozial-affinen Gruppe, Strömung, Partei etc. wird erhalten, indem innerhalb der Gruppierung Unterschiede zu anderen festgehalten, geleugnet oder abgearbeitet werden. Von hier an ist Identifizierung, im Sinne des Vergleichens, mit dem anderen Gruppenmitgliedern möglich, aufgrund der Übereinkunft über die Kriterien, die die Mitgliedschaft in der Gruppe definieren. Es ist eine Identifizierung durch Abgrenzung und Vereinnahmung zugleich. Diese Selektionen – einschränkenden Differenzierungen – erzeugen eine dynamische Abgrenzung gegen andere Gruppen, um sich als System gegen andere Systemkriterien abzuschotten. Feindbilder gemischt mit Opferattitüden sind stabilisierend. Das homogene Auftreten nach Außen hin folgt ent-individualisierter Einordnung unter das durch Gemeinsamkeit gewährte Schutzbedürfnis zur Aufrechterhaltung der Existenzsicherheit des Ich. Gegen die Welt da draußen. Die Erfindung des Terrors von Außen entwickelt sich rechtfertigend zum Terror nach Außen und zum Inneren (zur Disziplinierung der Gruppe). Die Erpressung des Einzelnen im Sinne der Bindung an die Gruppe, das Kollektiv zur Überlebenssicherung. Rekrutierung von Gruppenmitgliedern, um das vorab definierte System aufrecht zu erhalten, bedeutet für die einzelnen Mitglieder Depersonalisierung, Deindividuation. Man schachert sich zusammen, um der vervielfältigten Angst >>allein zu sein<<, Herr zu werden. Der Überlebenswille des Einzelnen nimmt den Charakter kollektiver Gewalt an. Dessen gruppendynamisch-legitimierter Schein verdeckt seinen Terror gegen die unübersichtliche Welt.
Permanente Liquidierung des Ich
Die Besonderheit des Individuums ist nur noch ein Rest, oder der kleinste Nenner und wird als Differenz zu anderen Gruppen vorgetragen. Die mutmaßlich erlittene Ablehnung der Außenwelt mündet im überbordenden Selbst-Zuspruch des Abgelehnten: Die eigene Überhöhung bis zum Größenwahn ist stets gegen die Außenwelt gerichtet. Die Ich-Idealisierungen sind Zeichen des Mangels an Welt und deren Abwehr.
Je größer der geographische Maßstab der Abwehr, desto allgemeiner der ideologische Nenner. Die Differenz wird zur Motivlage überhaupt stilisiert und damit wird sich bestimmter Zeichen bemächtigt, die symbolisch zur ideologischen Mystifikation einer Identität aufgeladen werden. Zur Identitäts-Beschwörung innerhalb einer Gruppe bedarf es oft eines Mals der Kennzeichnung: eines Brandzeichen in der Herde. Nicht im Menschen, aber in der organisierten Interessenlage kommen die Ideen zur Erfüllung, erreichen sie das Schmetterlingsstadium, bekommen sie die theoretisch „vorausgesagte“ Kraft. Träger des schöpferischen Prozesses in solcher Gesellschaft ist nicht das Individuum, sondern die Schlachtordnung.
Der Mangel an Seinsgewissheit (Existenznot, alltäglich eindringende Notwendigkeiten des Lebens) produziert Sicherheitsbedürfnisse, Geborgenheitsansprüche… wie er sie expropriiert. Es heißt, für sich Unwesentlichkeit zu beanspruchen, legitimiert die nicht erforschten Argumente der Auflehnung. Als böte sie Schutz vor den mit Einsicht zu brechenden Dämmen der Verzweiflung, vor Gedankenarbeit.
Die Verallgemeinerung des einzelnen Menschen in der gesellschaftlichen Schlachtordnung wird in jedermann hinein durchgesetzt. Der Auslöschungszwang des Anderen durch den gestörten Selbstbehauptungsdrang findet Platz in der eigenen Ethnisierung oder in der Gruppen-Bildung. Der Geist bleibt hier ein Beiboot voll mißbrauchter Rationalität.
Disziplin
Die zusammengeschnürten Abwehr-Verbindungen in Gruppen, Parteien sollten Ausweis dafür sein, dass die ehemals einzeln sich gerierenden Teilnehmer als ‚Ich‘ aufgegeben haben. Die sich einer Gruppenideologie Angehängten müssen sich als Individuum aufgeben, um für sich Individualität anzustrengen, wirklich freier gesellschaftlicher Mensch zu werden (geselliger Mensch). Der Gang zum menschlichen Wesen wurde abgebrochen für ein Reglement von fester Struktur und Einsicht in disziplinierende Notwendigkeiten. Die Außenwelt, „mit der das Ich sich durch Verdrängungs-Leistungen arrangieren muß,“ ist für dieses Individuum nicht mehr haltbar, oder ist für es zusammengebrochen. Zur Absicherung des Überlebens ist eine formale Einheit, ein funktionelles Dasein einzurichten, um im verstörenden oder sonst wie psychisch sich ausdrückenden Leben, einen Zusammenhang zu finden. Wenn es heißt, „die formallogische Evidenz besteht in dem Zwang zur Disziplinierung des Bewußtseins…“, dann heißt das auch, dass die Disziplin dafür selbst eine Konzentration auf das formal Abgesicherte benötigt, und dass das Bewußtsein eine Evidenz (einen Halt) durch die formallogisch erzeugte Disziplin erfährt. D. h., dass die Dinge, Gegenstände, Arrangements für ihre kontextuell bezogene Betätigung diszipliniertes Verhalten fordern. Abgesehen von Dienstvorschriften aller Art, die die Menschen in ihrer Zwangslage zusätzlich befallen, ist die Konzentration auf formale, streng strukturierter Arbeits- und Lebensstrukturen zu beobachten, die der Disziplin bedürfen, um das Leben mit den aufgeworfenen Forderungen doch noch zu meistern. Wo Disziplin gefordert wird, herrscht Gehorsam als die verinnerlichte Struktur kalkulierter Produktionsprozesse. Die Reduktion auf formal Redundantes als Technik gegen die Außenwelt. Das (soziopathisch) gestörte, jedoch disziplinierte Selbst kann sich noch durch das formallogische, oder rationalisierte Bezwängen der Umwelt, also gegen sie auftretende widerständige Ereignisse, Luft verschaffen. In dem festgefrorenen Gitter festgesetzter Phänomene findet es sich zurecht, in disziplinierter eo ipso geordneter, variationsarmer Welt. Anstatt zum vielfältigen Leben führt die Selbst-Unterordnung, die selbst auferlegte Reduktion von Lebenstechniken zur Versklavung des persönlichen Lebens: Diese Person bringt sich als formalen Aspekt, als ein funktionierenden Anker in das Leben der anderen ein. Sie vollstreckt damit eine Lebensordnung, die das Problem verstärkt. Die Vereinnahmung alltäglicher Vorkommnisse, aller Welts Zeug unter allgemein abgesprochenen Kontexten – Kulte, Rituale, Rationalisierungen – arbeitet das dafür geopferte, aufgegebene Leben als ein vorweggenommenes heraus. Doch wüsste jeder Angehörige einer Gruppe gern um seine hieraus erwachsende menschliche Schuld und Aufgabe. Der Zorn, das Tierische in manchen Abwehrreflexen versus „alles andere“, das auf den Abwehrenden Dringende (und wohlmöglich Aufdeckende), zeigt den Versuch, sich gegen seine Bestimmtheit zu wenden. „Eine tiefe Zweideutigkeit, die Verflochtenheit von Gut und Böse, durchdringt alles, was er tut, denn sie durchdringt sein persönliches Sein als solches. In seiner moralischen wie in seiner geistigen und seiner ontische Selbstbejahung ist Nichtsein mit Sein gemischt. Das Bewußtsein dieser Zweideutigkeit ist Schuldbewußtsein. Der Richter, der er selbst ist und der gegen ihn selbst steht, er, der alles „mitweiß“ (…), was er tut und ist, fällt ein negatives Urteil, das von ihm als Schuld erfahren wird.“
Nur die eigene Wahrheit – die vor sich selbst verheimlichte, als eine Wahrheit, die mich vor mir selber schützt – erlaubt mir, weiter zu leben. Sie wird mit Zähnen, Stöcken, Hunden und Mitgliedszwang verteidigt. Uniformität in Gesten und Kleidung bedeutet deshalb auch eine Maskierung und Demonstration gegen die im Maskenträger aufgegebene individuelle Existenz. Sie ist die Erinnerungsschleife jeden Tag im Spiegel an das Geknete.
Über Willensfreiheit
„Wir tun nicht, was wir wollen, sondern wir wollen, was wir tun.“ Benjamin Libet (link)
Als Akteure handeln wir auf einem Weg, der von unseren Gedanken schon ausgemacht und angewiesen war. Im Modell der Willensfreiheit wird davon ausgegangen, dass unser Tun einem projektiven Willen folgt. Das Zitat dreht diese Auffassung um: Es spricht vom Willen als retrospektive Artikulation. Das wir tun, was wir wollen, entspricht unserem bisherigen Verständnis, in dem unser Handeln im Parcours eines geistigen Vorschusses – ausgedrückt als Wille – entsteht. Unser Tun scheint ein nachhinkendes Gestell unser willentlichen Vorstellung zu sein. Hinken wir wie Hephaistos einem vorgezeichneten Weg nach, unserem Willen? Oder dient der Wille als kompensatorische Rechtfertigung für das, was wir getan haben? Die Vorstellung vom Bild ist fertig, der Plan da. Der Künstler malt sie nur aus? So ist es nicht. Beim Malakt passiert es oft anders: Ich finde Formen, Farben ohne willentliche Klarheit, wie aus einem unreflektierten Inneren strömen – intrinsisch – Formen und Farben auf das Papier. Wenn nichts daran korrigiert wird, es bleiben kann, wie es wurde, dann heißt es retrospektiv: „Ich wollte das so.“
Das ungefähr Vorgestellte während des künstlerischen Arbeitens treibt zur Materialisation, Umsetzung – gibt Gedanken im Nachhinein Rechtfertigung ob ihrer Realisierbarkeit. So kann eingeholt, ausgeglichen werden, um das Vorgestellte in den Begriff, in das am Material zu begreifende zu bringen.
Einwand gegen das Intensions-Paradox von Benjamin Libet:
Der Mord ist da, aber wer tötet, wenn keine Aktion einem Willen zugrunde liegt? Eine Frage von: Dopaminmangel, Serotoninüberschuß? Findet sich. Lernen bedeutet, mit Motiven im Nachgang die Tat, die Gewalt zu beschreiben und zuzugeben, dass sie dem Mörder im Töten verborgen waren. Fatal aber selbstverschuldet. Wie ferngesteuert. Da ist eine Schlacht im Gang, endlich das selbstverschuldete Menschsein abzuwerfen. Eigenverantwortung ist Schlacke, kulturelle Asche. Es waren meine Nerven, nicht ich!
Es ist eine Notlage als Körper notwendig zu sein und sich tagtäglich – für kleine Lustprämien – bereit zu stellen. Auf der Durchreise im ewigen Verkehr. Fahrer eines ihn überdauernden Autos. Dauerndes Einpegeln auf genau den Körper, der auszuhalten ist. Meiner. Ein poröses Gleichgewicht zwischen Erhaltung und Absterben, manchmal Trieb als Zeitvertreib. Keine Störungen durch sich, den eigenen Körper zu dulden als minima Moralia. Bleibt das nicht unlösbar? Überall ist in den Zellen ein Sterben und ein Reden von dem der Körper nichts weiß. Le coeur a ses raisons, qui le raison ne connaît point. (Blaise Pascal) Bis dahin können wir den Willen in sein physikochemisches Zuhause der populären Neurologie schicken. Dort wird die menschliche Schwäche (das Ausgeliefertsein an die körperliche Bedingtheit), die Emotionalität als steuerbar, handhabbar erachtet. Man gibt zu, dass von Außen her Einflüsse ins Subjekt drängen, damit das Subjekt sich seinem Willen ergeben kann, oder sein Wille aufgrund seines Tuns sinnvoll wird. Das Außen, das Reale kommt uns Handelnden als Referenz unseres Willens entgegen. Die erkannte Notwendigkeit zu handeln, sei nur die private Münze des geäußerten Willens, um sich als Individuum zu konstituieren.
Der Überlebenswille nur eine Ableitung der Fatalität chemischer Elemente, hormoneller Einflüsse in unseren Hirnen? So gesehen, sind wir dem (durch die populäre Literatur gepushten Narrativ) Serotoninmangel oder Dopaminüberschss unterlegen – es bliebe uns aber, so zu tun, als würden wir unser Dasein regeln, was schon durch Chemie und Neurologie geregelt gilt. Als wäre das Leben lediglich eine Frage korrektiver Medikamente.
Das Intensions-Paradox beschreibt, dass das Handeln weit weniger einem unterstellten Willen folgen würde und dass das Handeln einer determinierten Handlungsintension unterliegt, die den Menschen als ein zum Willen über sich selbst begabtes Wesen in Frage stellt. Benjamin Libet wird nachgesagt, in seinem „die Willensfreiheit untersuchenden Experiment“ herausgefunden zu haben, dass die Aktionspotentiale für die geforderten motorischen Bewegungen (Bewege den kleinen Finger…) dem gesprochenen Befehl voraus eilen (ca. 500 – 600 Millisekunden). Woraus der Schluss gezogen wird, das wir wollen, was wir tun. Was ist daraus zu entnehmen?
Das Ich wird sich erst selbst real, wenn es sein Denken, sein neuronales Flimmern hören, sein Darüber-sprechen wahrnehmen kann. Es wird sich durch seinen Willen gewahr. Sofern von differenzierten Arealen, Modalitäten – also von Zentren für bestimmte nervale Aufgaben (z.B. Sehzentrum) gesprochen werden kann, sind die zu benutzenden Wege der Kommunikation, der Gedankenarbeit und damit ihre Raum- bzw. Prozessstruktur – als Einheit von Netz -und Knotenwerk – voraus zu setzen. Die Verteilung von Informationen (Aktionspotentiale als Informationen) setzt Kommunikation in Gang: erzeugt aus der Kulisse vieler Nerven-Stimmen – das oft zitierte Rauschen – wird die Bereitschaft für bestimmte Effekte erwirkt – bis aus dem Rauschen ein Bild, ein Wort, ein Handgriff wird. Wir meinen darüber zu denken. Die Qualität der Wahrnehmung oder die Beschreibbarkeit des Wahrgenommenen hängt von diesen – evolutionär erprobten – Übertragungs- wie Transformationsprozessen und den damit konstituierten Wegen ab. Die Information (es feuert, es feuert nicht) transformiert den neuronalen Zustand in neuronale Struktur (die Information hinterläßt Spuren) und neuronale Struktur qualifiziert, ermöglicht wiederum bestimmte neuronale Zustände. Transport, Transformation und Struktur (Transportwege) bilden eine Einheit. Dass das Gesehene Gesprochenes wird und eine Beschreibung findet, ist als Auslesung der abgebildeten Transport-, Transformations wie -Informationsstruktur vorstellbar. Wie ein sprachhochheitlicher Scan. Weil wir unser Denken hören, aussprechen können, vermuten wir, dass das jeweilige Aktionspotential zu einer möglichen Handlung (einer noch zu bestimmenden, noch gesuchten Handlung) später erzeugt wird, also nach einer Intention, nach dem sprachlich rekapitulierbaren Befehl wie: nimm den Becher. Es erscheint uns daher, dass wir eher – also vor der kommentierten Aktion – darüber sprechen, dass das innerliche Sprechen also auslösende Funktion hat, weil nach dem Sprechen sich der Finger tatsächlich bewegt. In unserer (sprachlichen) Wahrnehmung verläuft die Zeit stringent auf die Bewegung des Fingers zu. Nehmen wir an, dass in der nachgeordneten, postintentionalen Ebene der Informationsumwandlung – dort wo die Chemie langsam Geist wird – sich das Gehirn sein energetisches Fortschreiten oder Prozessieren (sprachlich) mitteilt; es unterrichtet sich selbst. Das Sprechen berichtet somit selbst, das es nicht Initiator des Berichteten ist, sondern es kommentiert den Vorgang im Gehirn: den Areal- und oder Qualitätswechsel der Aktion – also die Veränderung ihrer Zustandsschwelle und die Änderung des nervalen Ortes. Der Befehl, den rechten kleinen Finger zu bewegen, begleitet wenigstens den (Willens-) Akt der Bewegung, statt ihn auszulösen. Das heißt nicht, dass der Fingerbewegende willenlos sei, sondern nur, dass das sprachliche Einholen (Kommentieren) des Willens auch Zeit für dessen Formulierung bedarf. Das Wollen geht hier nur dem Versprachlichen-können voraus. Oder ist das Aussprechen eines Willens eine Nachreichung? Der Prozess des willentlichen Denkens ist nicht mit der uns gewohnten Vorstellung >>wenn wir sprechen auch zugleich zu denken<< identisch. Sei der Willen vorsprachlich, so doch nicht unbewusst, d. h., wir selbst können uns darüber unterrichten, obgleich wir nicht unseren Willen vor der Handlung sprachlich verifizieren können. Dass wir erst scheinbar im Nachhinein unseren Willen sprachlich aktualisieren können, spricht nicht gegen die Intention bzw. einen vorgefassten Willen. Wir können sprachlich Wollen, sprachlich zitieren, was wir unsprachlich schon neurologisch (gewollt) taten (im genannten Experiment als Aktionspotential gemessen). Der neurologisch intendierte, agierende Wille, läuft zeitlich seiner sprachlichen Fixierung voraus. Es benötigt schließlich Zeit, das Gewollte zu formulieren, es einzudenken, einzusprechen. Der Abstand zwischen Aktion und Formulierung ist nicht zu hintergehen. Dass die Äußerung dem dafür notwendigen Aktionspotential (Bereitstellungspotential) zeitlich versetzt, hinterher hinkt – dass das Sprechen auf die physikalische Reihenfolge der Ereignisse reagiert-, heißt deshalb nicht zwingend, dass der Wille – wie auch immer das genannt werden kann – lediglich an die Instanzen des Gehirns andockt und daher determiniert vom physiko-chemischen Haushalt ist. Die sprachliche Artikulation des Willens kann später erfolgen – abhängig von der Geistesgegenwärtigkeit des Sprechers. Wir sprechen immer hinter dem Denken, dem nichtsprachlich zu referierenden Willen her.
Wenn der Wille als determiniert entlarvt wird (G. Roth u. a.), entsteht die Schwierigkeit zu erklären, dass dieses mit nicht kalkulierbarer Willensgewalt ausgestattete d. h. beschränkte Wesen, das von einer unbewussten Willkür beherrscht scheint, imstande ist, zu lernen. Lernen nicht als Vollzug einer logischen Technik oder technischen Logik aufgefasst. Versinnbildlicht: jede Operation – alles Handeln – bedingt neuronale Zuwächse, Zustände. D. h. jeder neuronalen Operation wird ein bestimmtes physiko-chemisches Potential als neuronaler Zuwachs, Nicht-Zuwachs zugewiesen. Willentlich zu agieren, ließe sich mit dem statischen Vermögen interpretieren, das aus der konstruktiven Arbeit des Lernens, des Erfahrens gewonnen werden konnte. Es ist nur das zu wollen, was jene Statik aushält, oder: Nur aus dem Gelernten ist ein Wille zu bilden. Lernen als hinkommen, nicht ankommen. Etwas zu wollen, ist dann als vorgestelltes, antizipierendes Ankommen auszudrücken. Der Wille insistiert auf Erfahrung und Erfahrung generiert Willen zur Entscheidungsfalsifikation. Mit dem Vorschuss des Gelernten aufs Neue gehen: Ist dies nicht als Wille begreifbar? Die Möglichkeit des Erreichens einer Bewegung (Bewegung des Fingers), eines Begriffs – aneignend, oder mimetisch, oder Aneignung durch Mimesis – ist der Willensäußerung inhärent.
In den Enkeln wurden die Großväter wiederhergestellt. Die schmeißen mit Bomben oder teuren Häusern um sich. In das Ungeborene hineingegangen, mit Gewalt sich selbst besamt, bleiben die Kinder in der Haut der Toten stecken. Immer wieder die gleiche Scheiße, immer wieder institutioneller Narzissmus in patriarchalen Prostataten. Man hat beschlossen, wer Es und Ich sein wird. Aber geliebt wird hier nicht. Das ist eine Dienstleistung.
Erfolg wird geschöpft, aufgewogen mit Folter und Objekten ist er an den Tod gekettet, an die Mutter mit Kind in der sudanesischen Wüste.

Der Tod ein Geisterfahrer, aus dem Nichts kommend, crasht er frontal ins Leben: maskiert mit einem Auto auf der falschen Spur. Nicht fahren ist keine Lösung. Schön rechts halten, nicht überholen. Helm und Gurt sind meine Maske, dass er mich nicht erkennt.
Die Weise der Ausübung und Durchsetzung sprachlicher Herrschaft, herrschaftlicher Sprache erfolgt wertend, qualitativ einordnend, gleich, ob es um Personen, Lebewesen, Naturdinge oder Gegenstände geht. Alles Lebendige, jedwede physikalische oder organische Organisationsform wird in analogisch kaltes Erscheinen gepresst. Nach dieser phänomenalen Operation sind es nunmehr isolierte Phänomene, zu Begriffen gepresste Sensationen, kalte Kategorien, die sich diagrammisch zueinander verhalten. In der errechnenden, statistischen Übersetzung gehen die Umstände der Gegenstände nicht gänzlich in den ihnen zugemuteten Begriffen auf, auch wenn deren Eigenheiten sprachlich beschreibbar bleiben.

„Die Auflösung aller Produkte und Tätigkeiten in Tauschwerte [als Transformation in monetäre Begriffe] setzt voraus sowohl die Auflösung aller festen persönlichen Abhängigkeitsverhältnisse in der Produktion [d.h.: der Mensch, der mit dem Ausklinken der Bombe getötet wird, ist dem Piloten unbekannt] als die allseitige Abhängigkeit der Produzenten voneinander [ – es ist mein Bruder, meine Schwester].“

Ein Kind lernt vor allem, wie es für bestimmte Erfahrungen belohnt wird. Damit wird ihm eingeschliffen, was es erfährt, was ihm widerfährt, wenn es für bestimmte Erfahrung bereit ist. Die durch abhängiges Lob konditionierten Belehrungen machen es für bestimmte Erfahrungen erst bereit.
Beschreibung setzt dem Beschreiber nah seiende Prämissen voraus. Wenn wir sprechen, realisieren wir durch Sprache die jeweilige Umgangsform gesellschaftlich vorherrschender Vorschrift: In das Vorherseiende als vorher Geschriebenes treten wir ein: Wir werden Teil aktueller Sozialisation. Wir bewegen uns in ihren Sprachraum hinein und lernen zugleich unsere Bewegung darin. Versprachlichte Handlungsweisen, einmal in Gang gesetzt, führen eine Sperre mit sich, die es erschwert, Rekurs auf sich als Individuum zu halten, aber dessen Anpassung erleichtert. Das Sperrige nicht nur als eine über Jahrtausende währende Schrumpfung des Oralen zum (visuellen) Zeichen, sondern auch als Determination: Sobald wir in einen uns vorgesetzten, sprachlich fixierten Raum geworfen werden, sind wir dem Sog von öffentlicher Grammatik und ihren Formalitäten ausgesetzt. Die rationalisierte Relevanz des Handelns in Anweisungen, Vorschriften, Gesetztexten oder auch die sprachliche Verkürzung in Befehlshierarchien. schützt den Einzelnen vor seiner menschlichen Erwartung: Denn er füllt die Erwartungen der anderen mit ihren Anweisungen aus. Der einzeln Handelnde agiert, indem er im Prozess seiner In-Sozialisation mit deren formalen Übersetzungen arbeitet, ja: verhandelt. Eine Verweigerung gebotener In-Sozialisation führt in ein Leiden an ihr. Sie wird ästhetisch abstrahiert.
Die Beobachtung verändert nicht nur das Beobachtete, sondern das Beobachtete verändert auch die Beobachtung. (mehr …)